Es kam in den Kommentaren die Aussage auf, dass es ja quasi Selbstmord wäre (ok, Volker nannte es “Chuck Norris-Move”), seinen Joker auf ein Unentschieden zu setzen. Dabei wurde dann zwar von einer falschen Jokerpunkte-Rechnung ausgegangen (hier werden sie erklärt), aber die Frage kann man sich ja wirklich mal stellen, wie denn die Jokerpunkte so pro getippter Tendenz verteilen.
Hier erst mal eine Übersicht in absoluten Zahlen, wie oft welche Jokerpunkte bei welchen Tipps erzielt wurden:
Punkte | Heimsieg | Unentschieden | Auswärtssieg |
---|---|---|---|
-5 | 4 | 5 | 7 |
-4 | 18 | 13 | 12 |
-3 | 22 | 16 | 35 |
-2 | 157 | 12 | 152 |
-1 | 329 | 15 | 173 |
0 | 143 | 2 | 41 |
1 | 304 | 0 | 67 |
2 | 168 | 0 | 77 |
3 | 109 | 5 | 48 |
4 | 45 | 11 | 44 |
5 | 9 | 3 | 0 |
Ist jetzt natürlich eher unübersichtlich, da auf Heimsige ja bedeutend öfter ein Joker gesetzt wurde (nämlich 1308 Mal), als auf Auswärtsiege (656) und natürlich Unentschieden (82).
Darum hab ich das ganze Mal auf eine relative Skala gebracht. Also wie viel Prozent aller Joker auf ein Unentschieden 3 Punkte gebracht haben und so weiter. Das dann noch in eine Grafik gestopft und man erhält sowas:
Man sieht: Joker auf Unentschieden bringen meist sehr viele Minuspunkte (wobei da die Skala von 0 bis -5 voll ausgenutzt wird). Wenn sie gut ausfallen, gab es aber bisher immer mindestens 3 Punkte. Wie schon vermutet, ist das halt die volle Risiko-Variante.
Joker auf Heimsiege bringen meist nur wenige Punkte, Joker auf Auswärtssiege liegen irgendwo dazwischen.
Aber gleicht sich das dann in etwa aus?
Nein, tut es nicht, wenn man mal den Punkteschnitt berechnet.
Ein Joker auf einen Heimsieg brachte im Schnitt 0,3 Pluspunkte ein. Ein Joker auf einen Auswärtssieg führte im Schnitt zu 0,19 Minuspunkten, ein Joker auf ein Unentschieden sogar zu durchschnittlich 1,1 Minuspunkten.
Aber man muss ja nur die Joker auf Unentschieden mit Bedacht setzen, dann kann man da auch schön viel Punkte einheimsen…